Volkantour auf La Palma

Tanz auf dem Vulkan: Die Rundtour im tiefen Süden

Zwischen San Antonio und Teneguía – Jana und ich im Bann der Elemente


Region
Fuencaliente, Süd

Distanz
14 km Rundweg

Höhenmeter
+/- 790 m

Anspruch
Fordernd

Wenn der Asphalt endet und das Abenteuer beginnt

Nach unseren ersten Tagen auf La Palma hatten wir uns bereits an die majestätischen Kiefern und die kühle Brise der Höhenlagen gewöhnt. Doch wer La Palma wirklich verstehen will, muss in den Süden. Fuencaliente – dort, wo die Insel noch jung ist und man den Atem der Erde förmlich spüren kann. Gemeinsam mit Jana machte ich mich am vierten Tag unserer Reise auf den Weg. Mein Mann hatte sich für diesen Tag ein schattiges Plätzchen in Los Llanos gesucht, was uns die volle Freiheit gab, das Tempo selbst zu bestimmen. Jana und ich, bewaffnet mit genug Wasser und einer Portion Respekt vor der Sonne, starteten am Besucherzentrum des Vulkans San Antonio.

Der erste Blick in den riesigen Krater des San Antonio, der bereits 1677 ausbrach, ist überwältigend. Man läuft auf einem schmalen Pfad direkt am Kamm entlang. Rechts der tiefe Abgrund des Kraters, links der weite Blick über den Atlantik. Es ist ein bizarrer Kontrast: Das dunkle Gestein und das tiefe Blau des Meeres. Jana blieb immer wieder stehen, um die Weite einzufangen. „Es fühlt sich an wie am Ende der Welt“, sagte sie, und ich konnte ihr nur zustimmen. Die Sonne brannte hier im Süden deutlich intensiver als im Norden, und der Wind pfiff uns um die Ohren – ein echtes Naturerlebnis, das keine Filter braucht.


Jana und ich, bereit für das nächste Abenteuer Vulkanrundtour.

Der Abstieg zum Teneguía: Ein Weg durch die Zeit

Vom San Antonio aus führt die Route über den GR 131 steil bergab in Richtung des Vulkans Teneguía. Der Boden wechselt hier ständig: Mal ist es grobe Lava, mal feiner Vulkansand, der bei jedem Schritt nachgibt. Jana und ich mussten uns konzentrieren, denn die Trittsicherheit ist hier das A und O. Der Teneguía ist besonders – er war bis 2021 der jüngste Vulkan der Insel (ausgebrochen 1971). Die Farben dort sind spektakulär: Von tiefem Schwarz bis hin zu leuchtendem Schwefelgelb und Rostrot ist alles dabei.



Faszinierende Details des Vulkans Teneguía und der umgebenden Lavafelder.

Während wir uns den Weg hinunterbahnten, merkte ich wieder, wie wichtig mein technisches Setup ist. Wanderungen in dieser Hitze und bei dieser Anstrengung sind für meinen Stoffwechsel eine Herausforderung. Die MiniMed 780G arbeitete jedoch im Hintergrund unermüdlich. Jana kennt meine Routine inzwischen in- und auswendig. Sie wartet kurz, wenn ich einen Blick auf meinen Guardian 4 werfe, und erinnert mich ab und zu daran, eine Kleinigkeit zu essen, bevor der Trendpfeil nach unten zeigt. Es ist beruhigend, eine Freundin dabei zu haben, die nicht nur die Landschaft genießt, sondern auch ein Auge auf mich hat.

Die beeindruckenden Farbschattierungen und Strukturen der jüngsten Lavaströme.

Salinas de Fuencaliente: Das weiße Gold am Fuße der Riesen

Nach dem staubigen Abstieg erreichten wir den südlichsten Punkt der Insel: Den Leuchtturm und die Salinen von Fuencaliente. Der Anblick der weißen Salzfelder vor dem schwarzen Vulkangestein ist einer meiner Lieblingsmomente auf La Palma. Hier machten Jana und ich eine wohlverdiente Pause. Ein kurzer Stopp im Restaurant „El Jardín de la Sal“ ist fast schon Pflicht. Wir gönnten uns eine Erfrischung und blickten zurück auf die riesigen Vulkankegel, die wir gerade erst hinter uns gelassen hatten.



Das strahlende Weiß der Salinen im Kontrast zum vulkanischen Schwarz.


📍 Wandertipp für den Süden

„Unterschätzt die Hitze im Süden nicht! Es gibt auf dem gesamten Weg zum Leuchtturm und zurück kaum Schatten. Startet so früh wie möglich und packt mindestens 2-3 Liter Wasser ein. Wer den Aufstieg scheut, kann von den Salinen auch mit dem Bus (Linie 203) zurück nach Los Canarios fahren.“

Fazit: La Palma zeigt sein wahres Gesicht

Dieser Tag war für Jana und mich der Inbegriff unserer La-Palma-Woche. Hart, heiß, staubig, aber unglaublich belohnend. Wenn man oben in Fuencaliente steht und auf das Werk der Vulkane blickt, relativieren sich viele Alltagsprobleme ganz von selbst. Wir sind dankbar für diese sieben Tage, die uns als Freunde noch enger zusammengeschweißt haben. La Palma ist und bleibt eine Insel für Entdecker – und für Menschen, die bereit sind, auch mal den schwierigeren Weg zu gehen.

780G

Diabetes-Analyse: Vulkanische Extreme

Hitzemanagement

Die extreme Sonneneinstrahlung im Süden kann die Insulinwirkung beschleunigen. Ich habe hier verstärkt mit dem Temp-Ziel gearbeitet, um Hypos vorzubeugen.

Sensor-Stabilität

Trotz Schweiß und Vulkangold (Staub) saß der Guardian 4 bombenfest. Gutes Pflastermanagement ist hier genauso wichtig wie die Wanderschuhe.

Ein wichtiger Hinweis in eigener Sache: Alle hier beschriebenen Abläufe, Pumpen-Einstellungen und Erfahrungen mit meiner MiniMed 780G und dem Guardian 4 Sensor beziehen sich ausschließlich auf meine persönlichen Erlebnisse und meinen individuellen Stoffwechsel. Diabetes ist so einzigartig wie wir selbst – was bei mir funktioniert, muss nicht zwangsläufig auf andere zutreffen. Dieser Bericht dient der Inspiration und dem Erfahrungsaustausch, ersetzt jedoch niemals eine professionelle medizinische Beratung oder die Absprache mit deinem Diabetologen. Bitte passe deine Therapieänderungen immer eigenverantwortlich und in Rücksprache mit deinem medizinischen Team an.

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